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Die Umfrage wurde beendet ein: 07 Sep 2013 - 00:00

Die Anfänge (1972-1976)

Wir schreiben das Jahr 1972. Der kleine Klaus bekommt von seinen Eltern eine Certo SL 100 geschenkt. Sie wurde mit sogenannten SL-Kassetten bestückt und war ein Stück Plaste mit Festbrennweite und zwei oder drei Blendenstufen. Meine Foto-Motive blieben kindgerecht - meine zuckerkranke Schwester, wie sie in den Zug steigt, um auf Rügen auf Medikamente eingestellt zu werden, unsere Katze "Schwarznase", die Waldlichtung in der Fasanerie, wo ich aufwuchs. Viel mehr ging nicht, viel mehr wollte ich auch nicht. Oder? Ich weiß nicht, wann ich Sehnsucht nach einer "richtigen" Kamera bekam. Möglich, dass daran mein Onkel nicht ganz unschuldig ist. Dessen Ehrgeiz war es, mit seiner Exakta-Spiegelreflex Aufnahmen zu machen, die ganz dicht an die klassische Postkarte herankamen. Außerdem hatte er eine eigene Dunkelkammer, das reizte mich zugegebenermaßen auch.

Irgendwann legte ich Mark um Mark von meinem Taschengeld zurück (wen es interessiert: Mit 12 Jahren bekam ich 50 Pfennige in der Woche, mit 15 dann 20 Mark im Monat - das ist wahre Inflation). Und im Mai 1976 kaufte ich mir eine Spiegelreflexkamera Praktica L2, wobei ich mir die Hälfte des Geldes immer noch beim meinen Eltern "leihen" musste. Ihren ersten Einsatz bestand die Kamera bei einem Kurzurlaub mit meiner Mutter in Berlin, wo mich der gerade fertiggestellte Palast der Republik nicht die Bohne interessierte, dafür aber die Citroens und die Chevrolets, die immer irgendwo in der Nähe der Botschaften parkten.

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